Schloss Gattschina

Schloss Gattschina

 
 
 
Ehrenhof von Schloss Gattschina
 
Die Tschesma-Galerie für Großherzog Paul, imneoklassizistischen Stil, um 1795

Schloss Gattschina (russ. Большой Гатчинский дворец) ist eine Palastanlage in der Stadt Gattschina, 45 Kilometer südlich von Sankt Petersburg in Russland. Das ursprünglich unter Graf Orlow errichtete und von den Zaren ausgebaute Gelände war eine bedeutende Anlage seiner Zeit.

 

 

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1765 gab Kaiserin Katharina die Große die Ortschaft an ihren Favoriten, Graf Grigori Grigorjewitsch Orlow, der das Schloss mit 600 Zimmern errichten ließ. Erstmals in Russland war dies von einem Englischen Gartenumgeben. Der Architekt Antonio Rinaldi ließ in den Jahren 1777 bis 1782 am Eingang des Parks einen großen Triumphbogen errichten. Das Schlossinnere ist im klassizistischen Stil gehalten und wurde von Antonio Rinaldi undVincenzo Brenna entworfen. Italienische Stuckateure und russische Handwerker schufen die entsprechende Inneneinrichtung mit Deckengemälden, Parkettfußböden und italienischer Möblierung.

Als Graf Orlow 1783 starb, erwarb die Kaiserin das Schloss von dessen Erben und gab es an ihren Sohn, den späteren Kaiser Paul I. weiter. Dieser nahm in den 1790er Jahren Veränderungen im neoklassizistischen Stil vor und ließ im Park mehrere Brücken und Pavillons erbauen. Nach Pauls Tod blieb das Schloss zunächst weitgehend ungenutzt. Erst Alexander III. machte es dann erneut zu einer Kaiserresidenz.